Guide: Mitzieher

Am Anfang möchtest du wohl einfach nur scharfe Fotos haben. Möglichst scharf von vorne bis hinten. Aber irgendwann kommt der Moment, dann hast du das im Griff und möchtest etwas neues lernen oder ausprobieren.

Hast du bereits im Internet nach Tipps zum Fotografieren von Flugzeugen gesucht? Dann bist du bestimmt schon mal auf den Begriff „Mitzieher“ gestossen. Die Mitzieher- oder Mitzieh-Methode, ist eine kreative Möglichkeit Flugzeuge abzulichten.

Bei dieser Methode geht es darum, dass das Flugzeug weiterhin knackscharf ist und der Hintergrund unscharf. Der unscharfe Hintergrund bringt mehr Dynamik und Bewegung in das Foto. Es spiegelt deutlich die Geschwindigkeit, welche ein Flugzeug beim Starten oder Landen hat.

Hier ein erstes Beispielbild, welches ich im Oktober 2019 am Flughafen Zürich gemacht habe. Der Airbus A319 von Alitalia startet gerade auf Piste 28.

Diesen Effekt von scharf und unscharf bekommst du hin, in dem du die Belichtungszeit deiner Kamera verlängerst. Du musst mit der Bewegung des Flugzeugs mitgehen (Mitziehen!), um das Flugzeug scharf zu bekommen.

Belichtungszeit? Viele Hobbyfotografen, ja da gehöre ich auch dazu, haben sich vielleicht noch nie Gedanken über das Einstellen der Belichtungszeit gemacht. Zum Beispiel im automatischen Modus oder auch in dem Modus, wo du nur die Blende auswählst, stellt deine Kamera selbst die Belichtungszeit ein. Die Belichtungszeit wird in Sekunden angegeben. Aber meistens arbeiten wir mit Bruchteilen von Sekunden, also zum Beispiel 1/250.

Um so kleiner die Zahl hinter dem Bruch, um so länger ist die Belichtungszeit!

Deine Kamera belichtet mit 1/120 länger, als mit 1/250.

Ein kleines Beispiel zwischendurch: Fotografierst du eine Propellermaschine mit der Belichtungszeit auf 1/250, dann stehen auf dem Foto die Propeller. Wenn du die Belichtungszeit auf 1/120 verlängerst, dann sieht man auf dem Foto, dass sich die Propeller drehen!

Belichtungszeit einstellen

Wenn du mit der Belichtungszeit arbeiten möchtest empfehle ich dir vorerst den Modus Blendenautomatik. Natürlich geht es auch im manuellen Modus, in dem du alle Werte selbst einstellen musst. Bei Canon findest du die Blendenautomatik als Tv angeschrieben.

Möglicherweise fotografierst du sonst oft im Av Modus, dort wählst du nur die Blende. Im Tv Modus wählst du die Belichtungszeit. Alles andere regelt deine Kamera.

Auf dem Display deiner Kamera siehst du was gerade eingestellt ist.

Auf dem Foto ist 1/80 eingestellt. Das ist der perfekte Wert, um mit dem Mitziehen zu beginnen!

Mitziehen kannst du bei Starts, Landungen oder auch einfach rollenden Flugzeugen. Sobald Bewegung im Spiel ist. Praktisch funktioniert das dann so, dass du dein Objekt fokussierst und während dem Auslösen genau in der richtigen Geschwindigkeit mitgehst. Es klingt etwas komplizierter, als es in Wirklichkeit ist.

Richtiges Mitziehen braucht Übung! Verzweifelt nicht, wenn die ersten Fotos alle unscharf sind. Versuche oft auszulösen, um dann eventuell ein oder mehrere scharfe Fotos dabei zu haben.

Die oberen Fotos sind vom Heligrill in Zürich mit 1/80 aufgenommen. Wenn du einen Level höher gehen möchtest, kannst du die Belichtungszeit verlängern. Du erhälst einen noch unschärferen Hintergrund.

Den Swiss A220-300 habe ich in London mit einer Belichtungszeit von 1/30 aufgenommen.

Die Sonderbemalung von HB-JCA habe ich schon sehr oft erwischt, deshalb habe ich das mit 1/30 riskiert. Bitte sei dir immer bewusst, dass es passieren kann, dass von einer ganzen Serie kein Foto scharf ist! Wenn das ultimative Flugzeug zur Landung kommt, welches du schon so lange erwischen wolltest, dann überleg dir zwei mal ob du wirklich einen Mitzieher versuchen möchtest.

Aber genau das Risiko kann auch Spass machen. Soll ich es jetzt versuchen oder besser nicht? Und um so mehr, wenn es gelingt. Die Red Devils Sonderbemalung von Brussels Airlines war bei mir in dem Stil:

Heathrow Guide

In den letzten Jahren führte mich mein Weg nun doch öfters nach London Heathrow. Gerne möchte ich euch mein Wissen über den grössten Flughafen Europas weiter geben, um euch für euer erstes London Weekend perfekt vorzubereiten. Vielleicht geht es dem einen oder anderen gleich wie mir und er wäre froh, wenn es einen guten Guide auf Deutsch geben würde.

Der Airport

London Heathrow (LHR, EGLL) ist der grösste Flughafen Europas. Weltweit kommt er auf Platz 6. Der Flughafen befindet sich westlich der Stadt London. Er gehört zu den beliebtesten Flughäfen für Planespotter. LHR ist das grösste Drehkreuz von British Airways und Virgin Atlantic. Die nordamerikanischen Fluggesellschaften American Airlines, United, Delta und Air Canada sind sehr stark vertreten. Viele Airlines fliegen Heathrow mit grossen Flugzeugen an, zum Beispiel Airbus A350, A380, Boeing 777 und 787. Neben den bekannten Airlines gibt es auch ein paar Exoten in London, wie zum Beispiel Biman Bangladesh, Royal Brunei oder Philippine Airlines.

Die Pisten und ihre Benutzung

Im Gegensatz zu anderen grossen Flughäfen, wie Amsterdam oder Frankfurt, ist London Heathrow sehr einfach aufgebaut. Es gibt nur zwei parallele Pisten. Die nördliche 09L/27R und die südliche 09R/27L.

Es gibt zwei Systeme zur Benutzung der Pisten. Welches zum Einsatz kommt ist vom Wind abhängig.

Wind von Osten – „Easterly“

Ganzer Tag Landungen auf 09L und Starts auf 09R. Die besten Spots um landende Maschinen zu fotografieren, befinden sich in der Umgebung von Terminal 5.

Wind von Westen – „Westerly“

Das ist das häufiger verwendete Konzept. Dabei wird eine Piste zum Landen und die andere zum Starten verwendet. Um 15 Uhr wird dann gewechselt. Da wo gelandet wurde, wird jetzt gestartet und da wo gestartet wurde, wird jetzt gelandet. Aber Achtung es wird jede Woche abgewechselt, welche Piste zuerst zum Landen/Starten verwendet wird. Klingt erst mal kompliziert, ist es aber nicht.

Woche 1:
Morgens: 27L Starten / 27R Landen
Nach 15 Uhr: 27L Landen / 27R Starten

Woche 2:
Morgens: 27L Landen / 27R Starten
Nach 15 Uhr: 27L Starten / 27R Landen

Dabei gibt es noch eine Ausnahme. In der Stunde von 6:00 Uhr bis 7:00 Uhr wird auf beiden Pisten gelandet, weil da so viele rein kommen. Ausserdem gibt es einzelne Ausnahmen, welche sich nicht daran halten und doch mal die andere Piste nehmen.

Im Runway Alternation Programme könnt ihr sehen, in welcher Woche, welche Piste für was verwendet wird.

Auf der Seite Heathrow Noise gibt es alle Informationen zur Pistenbenutzung.

Auf Twitter hält euch @HeathrowNoise immer auf dem aktuellen Stand, wie gerade gelandet und gestartet wird.

Free Travel Zone

Zur Karte

Ein sehr wichtiger Punkt, weshalb mir London Heathrow gefällt! Es ist sehr einfach rund um den Flughafen zu kommen. Und dies ohne Mietauto oder stundenlange Fussmärsche. Um den Flughafen gibt es die Free Travel Zone. Alle eingetragenen Verkehrsmittel könnt ihr kostenlos verwenden!

Die U-Bahn (Underground) hat bei Terminal 5 ihre Endstation. Deshalb könnt ihr dort schon gar nicht in die falsche Richtung einsteigen. Mit einer Kreditkarte mit Funktion zum Kontaktlos Bezahlen, könnt ihr in die U-Bahn einsteigen. Zu Terminal 2, 3, Terminal 4 und Hatton Cross könnt ihr kostenlos fahren. Wenn ihr weiter als Hatton Cross fahrt, kostet es! Zum Spotten müsst ihr nie weiter als Hatton Cross.

Den Heathrow Express könnt ihr ebenfalls kostenlos verwenden. Zumindest auf den Strecken zwischen den Terminals. Ich empfehle euch aber die U-Bahn, weil diese öfters fährt.

Das Bus-Netz sieht auf den ersten Blick ein bisschen kompliziert aus. Mit den Bussen könnt ihr alle Spots und alle Hotels rund um Heathrow erreichen. Die Linien südlich des Flughafens (auf der Karte unten) sind nur ratsam, wenn ihr wirklich irgendwo auf diese Seite des Flughafens wollt. Ich empfehle euch nördlichen Buslinien 423, 105, 140, 111, 285 und 555.

Unterkunft für ein perfektes Wochenende

Es gibt sehr viele Hotels rund um Heathrow. Sehr viele sind auf der oben verlinkten Heathrow Free Travel Zone Karte eingetragen. Mein persönlicher Favorit ist das Renaissance London Heathrow Hotel. Es ist nicht das neuste und schönste Gebäude von aussen. Aber ich glaube nicht, dass euch ein anderes so etwas cooles bieten kann. Beim Renaissance, welches zur Hotelkette Mariott gehört, könnt ihr Zimmer mit „Runway View“ buchen.

Die Zimmer haben Doppelfenster, allerdings lassen sich die inneren öffnen. Mein persönlicher Tipp: Bucht ohne Frühstück und holt euch etwas im kleinen Café, welches sich beim Eingang des Hotels befindet. Nehmt euer Frühstück mit ins Zimmer und geniesst es bei dem Blick auf die Piste. Hier zwei Beispiele für Fotos, welche ich aus dem Zimmer aufgenommen habe:

Jetzt wisst ihr wie ihr um den Flughafen kommt und wo ihr übernachten könnt. Aber wo geht’s jetzt hin zum Spotten? Ganz klar möchte ich euch hier trotzdem auf die Guide von Spotterguide.net verweisen. Es ist nicht mein Ziel hier alle Spots erneut aufzulisten.

Planespotting bei „Easterly“-Konzept

Easterly, bedeutet ganzer Tag Landungen auf 09L und Starts auf 09R. Der meiner Meinung nach beste Spot befindet sich bei Terminal 5. Fahrt mit dem Lift ganz nach oben zum Abflug Bereich. Dort verlasst ihr das Gebäude. Vor euch seht ihr die Drop-Off Zone, geht über beide Strassen und sucht euch ein schönen Platz an der kleinen Mauer. Mein 70-200mm Objektiv war hier ideal. Eines mit 100-400mm dürfte auch sehr gut geeignet sein.

Ein paar Beispiel Bilder von diesem Spot:

Wenn ihr unbedingt eine spezielle Maschine beim Start erwischen wollt, dann könnt ihr zu Hatton Cross fahren, geht in Richtung Myrtle Avenue (Weg im Westerly Konzept erklärt) und lauft dann einfach der Hauptstrasse weiter. Bis ihr an dem nächsten Haus vorbei seit und auf der linken Seite eine kleine Wiese mit Bäumen kommt. Von dort könnt ihr startende Flugzeuge so fotografieren:

Planespotting bei „Westerly“-Konzept

Es ist das abwechslungsreichere Konzept, weil nicht den ganzen Tag auf der selben Piste gelandet wird. Auf Spotterguide.net gibt es sehr viele Spots für 27R und 27L Landungen. Ich möchte euch meine zwei Favoriten vorstellen:

Wenn ihr das Renaissance als Unterkunft gewählt habt und ihr eine Woche habt, in der zuerst auf 27R gelandet wird, dann beginnt euer Tag mit Spotten aus dem Hotelzimmer. Ohne weite Wege auf euch zu nehmen, könnt ihr schon die ganz frühen Landungen erwischen! Aber Achtung, im Herbst und Winter ist es für die ersten Landungen zu dunkel. Für die frühen Vögel empfehle ich euch Ende Mai bis August.

Wenn ihr eine Woche habt, in der zuerst auf 27R gestartet wird, dann könnt ihr auch die Startenden aus eurem Hotelzimmer aufnehmen. Allerdings würde ich dann nicht zu lange im Hotel bleiben. Denn wenn auf 27R gestartet wird, bedeutet das, dass ihr zum populärsten Spot Europas gehen könntet um dort die Landenden zu fotografieren! Ich rede hier von der Myrtle Avenue.

Die Myrtle Avenue ist eigentlich eine kleine Strasse, vor der sich eine Wiese befindet. Nur eine (sehr stark befahrene) Strasse trennt diese Wiese von Heathrow’s Piste 27L. Die Flugzeuge im Anflug auf 27L fliegen sehr tief über die Myrtle Avenue. Es ist der bekannteste Spot rund um London Heathrow! Um zur Myrtle Avenue zu kommen, müsst ihr erst einmal zur Station Hatton Cross kommen. Entweder mit dem Bus oder der U-Bahn (Underground). Verlasst die Station auf der Seite, auf der sich die vierspurige Strasse befindet. Von hier aus seht ihr die SIXT Autovermietung und die BP Tankstelle. Überquere die Strasse bei den Zebrastreifen. Bei der Tankstelle könnt ihr euch mit Essen und Trinken eindecken. Ausserdem sind hier öffentliche WCs. Lauft auf dem kleinen Weg weiter und ihr kommt direkt zur Wiese der Myrtle Avenue. Versucht verschiedene Positionen aus, um euren Lieblingswinkel zu finden. Versucht auch mal zwischen die Häuser zu gehen, um die Flugzeuge mit den Dächern zu fotografieren. Zu dem habe ich schon eine extra Guide geschrieben: Die Dächer der Myrtle Avenue.

Links

Free Travel Zone
Heathrow Noise (Pistenbenutzung erklärt)
Renaissance London Heathrow Hotel
Runway Alternation Programme
LHR auf Spotterguide.net

Planespotter und das Licht

Planespotter und Zeit, das dürfte logisch sein. Wenn das Flugzeug, welches du unbedingt sehen möchtest zum Beispiel um 15 Uhr ankommt, dann musst du um diese Zeit irgendwo im Anflug Bereich sein. Je nach Airport wird es dann höchstens noch kompliziert auf welcher Piste die Maschine landen wird.

Aber die Zeit ist nicht alles. Denn genau so wichtig ist das Licht! Zumindest wenn du ein tolles Foto machen möchtest, an dem du nachher noch lange Freude hast.

Nehmen wir als Beispiel einen Start auf Zürich’s Piste 16, dann hast du am Morgen besseres Licht von der Zuschauerterasse. Wenn der Start aber am Nachmittag ist, dann gehst du besser zum Heligrill, weil du von dortdie bessere Beleuchtung hast.

Heute Morgen war ich am Belvedere. Das ist der beliebteste Spot am Euroairport in Basel. Der Platz liegt in Frankreich. Morgens herrscht eher Gegenlicht, aber gegenüber gibt es keinen guten Platz zum fotografieren.

Das Licht, bzw. die Beleuchtung, war heute katastrophal. Bei der Bearbeitung meiner Bilder habe ich viel herumgespielt und doch ganz gute Werke hingebracht. Nicht jedem wird es gefallen, der Geschmack ist ja bekanntlich verschieden. Die Fotos sind nicht mehr natürlich. Dennoch möchte ich euch zeigen was man mit RAW-Fotos bei so schlechtem Licht herausholen kann. Im Anschluss immer zuerst das Original und danach die bearbeitete Version.

Wizzair Airbus A321 HA-LTC

SunExpress Boeing 737-800 TC-SEN

EasyJet Airbus A320 OE-IZW

Um solche Resultate hinzubekommen habe ich Lightroom verwendet.

Hier eine ganz kurze Anleitung zur Bearbeitung:

Lichter auf das Minimum.
Tiefen auf das Maximum.
Weiss so weit hoch wie es euch gefällt.
Schwarz so weit runter bis die schwarzen Stellen richtig schwarz sind.
Farbe lassen wir noch aus.
Klarheit könnt ihr nach eigener Vorliebe hochpumpen.
Zieht die Rauschreduzierung auf 25.

Und dann zur Farbe, hier könnt ihr viel herumspielen.
Zieht die Temperatur vorsichtig nach oben.
Die Dynamik könnt ihr je nach Fotos bis zu 30 oder 40 stellen.
Die Sättigung reicht mir auf +3.

Jetzt könnt ihr mit Verlaufsfiltern weitere nette Effekte einbauen. Wenn euer Foto einen langweiligen Himmel hat, dann nehmt einen Verlaufsfilter von oben bis zum Flugzeug mit Temperatur +12, Belichtung -0.12, Dunst entfernen +15. Mit den Werten könnt ihr natürlich spielen und ausprobieren. Je nach Foto muss es an der einen oder anderen Stelle etwas mehr oder weniger sein.

Herbstsonne am 11.11.18

Manchmal hat man das Gefühl, von den Swiss und Edelweiss Heavys hat man langsam genug Fotos. Letzten Sonntag war perfektes Wetter und eine wunderbare herbstliche Kulisse. Da sind mir ein paar Fotos gelungen, von denen es einige direkt in meinen persönlichen Favoriten Ordner geschafft haben.

Das Wetter war super angenehm. Ich bin mir sicher, in anderen Jahren haben wir uns zu dieser Jahreszeit schon die Finger abgefroren.

Unten folgen ein paar Impressionen von der Mittags-Startwelle bei bester Beleuchtung. Alle Fotos vom Spotterhügel am Heligrill aufgenommen.

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Das letzte Foto mit der Boeing 777-300 HB-JNA ist mein absoluter Favorit von diesem Tag.

Mehr Fotos vom November 2018 gibt es hier.

LHR Juni 2018

Am Freitag, dem 22. Juni 2018 war es endlich soweit. Es ging wieder nach London Heathrow! Wieder, weil es für mich das dritte Mal sein sollte. Ich bin mit dem 22 Uhr Flug von British Airways von Basel nach London geflogen. British Airways setzt auf dieser Strecke so gut wie immer einen Airbus A319 ein. Fun Fact: Flug am 22. um 22 Uhr und ich hatte den Fensterplatz 22F.

Foto 22.06.18, 23 44 43

Nach einem sehr angenehmen Abendflug bin ich kurz vor Mitternacht in meinem Hotel eingetroffen. Dieses war das Renaissance London Heathrow. Schon bei meinem ersten Besuch in London habe ich mich für dieses Hotel entschieden. Ich kann es euch auf alle Fälle empfehlen, es gibt keine Minuspunkte. Und für Spotter ist es das absolute Paradies, denn es gibt die Möglichkeit „Runway View“ Zimmer zu buchen.

Foto 23.06.18, 01 05 52

Es war eine kurze Nacht. Denn in London Heathrow kommen um ca. 5 Uhr schon die ersten landenden Flugzeuge. An diesem Wochenende sollte das Westerly-Konzept aktiv sein. Das heisst es wird auf 27L und 27R gestartet und gelandet. In dieser Woche die Landungen zuerst auf 27L und ab 15 Uhr auf 27R. Die Piste, die direkt vor dem Hotel ist, ist die 27R/09L.

Also am Morgen eigentlich keine Landungen vor dem Hotel? Doch! Und zwar zwischen 6 Uhr und 7 Uhr ist so eine grosse Landewelle, dass auf beiden Runways gelandet wird. Dabei entstanden die folgenden Fotos.

Wer nach London Heathrow fliegt, der kann dort die ganze Flotte von British Airways sehen. Der Airbus A380 und die Boeing 747 dürfen da nicht fehlen:

X_British_A380_GXLEE_01_LHR_230618X_British_B747_GCIVT_01_LHR_230618

Die frühen Morgenstunden haben mir auch meine Erstsichtung einer Boeing 737 MAX 8 in den Farben der polnischen LOT beschert.

X_LOT_B737M8_SPLVA_01_LHR_230618_IG7

Viele weitere Flugzeuge haben sich im schönsten Morgenlicht gezeigt.

X_Qantas_A380_VHOQE_02_LHR_230618_IG7X_Qatar_A330_A7ACK_01_LHR_230618X_Singapore_A380_9VSKV_01_LHR_230618_IG7X_Virgin_A330_GVSXY_01_LHR_230618_IG7

Bis zu dieser Stelle habt ihr schon 3 Fotos von A380 gesehen. Ich habe an diesem Tag 11 Airbus A380 gesehen von 7 verschiedenen Airlines.

Danach war es dann Zeit das Hotel zu verlassen. Ich bin mit dem Bus zur Station Hatton Cross gefahren. Bei der BP Tankstelle habe ich mich mit Essen und Getränken eingedeckt. Das Wetter war perfekt. Von Hatton Cross sind es keine 5 Minuten bis zur Myrtle Avenue. Auf dem Weg zur Myrtle Avenue, dem bekanntesten Spot in London Heathrow, habe ich den folgenden Emirates Airbus A380 von unten aufgenommen.

X_Emirates_A380_A6EDJ_01_LHR_230618

An der Myrtle Avenue angekommen, habe ich mehrere Heathrow-Spotter getroffen, die ich von Instagram her kannte. Es war ziemlich cool, von Einheimischen eine Menge Insider-Tipps zu bekommen. Die Myrtle Avenue ist der beste Spot, wenn auf der Piste 27L gelandet wird.

Kaum an der Myrtle Avenue angekommen, kommt auch schon die nächste Boeing 737 MAX 8 rein. Dieses mal die von Air Canada.

X_AirCanada_B737M8_CFSNQ_02_LHR_230618X_AirNewZealand_B777_ZKOKS_01_LHR_230518_IG7X_British_B747_GCIVA_01_LHR_230618

Die nächsten drei Flugzeuge sind alles Erstsichtungen für mich. Die wunderschöne Vatnajökull-Bemalung von Icelandair, sowie auch den TAP A330 hätte ich ja schon in Zürich erwischen können, aber irgendwie hat das noch nie geklappt. So musste das halt in London geschehen. Allerdings der Qatar Airbus A350-900 in One World Livery war noch nie in Zürich.

X_Icelandair_B757_TFFIR_01_LHR_230618X_Icelandair_B757_TFFIR_02_LHR_230618_IG7X_TAP_A330_CSTOF_02_LHR_230618X_Qatar_A350_A7ALZ_01_LHR_230618_IG7

Mit den heimischen Spottern wollte ich noch zu einem weiteren Spot, um noch etwas andere Winkel und Hintergründe zu haben. Auf dem Weg dort hin habe ich aus der Myrtle Avenue selbst diesen Aer Lingus Airbus A320 aufgenommen.

X_AerLingus_A320_EIGAM_01_LHR_230618

Wenn man von der Wiese bei der Myrtle Avenue durch die Strasse läuft und dann die nächste Strasse überquert, ist ein Fussballclub angeschrieben. Dort ist auch ein Spot, welcher auf Spotterguide.net eingetragen ist. Wir sind an Büschen und einem Zaun vorbei und standen vor einem grossen Feld. Von dort habe ich die folgenden Fotos aufgenommen.

X_American_B777_N759AN_02_LHR_230618X_Etihad_A380_A6API_01_LHR_230618X_Qatar_A380_A7APA_02_LHR_230618

Danach sind wir wieder zur BP Tankstelle und haben dort nochmals etwas zu Trinken gekauft. Die Tankstelle verfügt auch über WCs. Bis kurz vor 15 Uhr sind wir wieder zur Myrtle Avenue. Danach sind wir mit dem Bus zum „Enfield Road Roundabout“ gefahren. Denn um diese Zeit wurde die Pistenbenutzung umgestellt. Nun erfolgten die Landungen auf der Piste 27R.

Leider hat sich auch das Wetter umgestellt. Vom schönen blauen Himmel mit ein paar Wolken wurde es zu einem komplett grauem Himmel. Auf den Fotos sah das nicht mehr sehr schön aus.

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Allerdings sollten auf den späteren Nachmittag noch ein paar Leckerbissen kommen. Dabei die brandneue Boeing 787 von Gulf Air. So wie der lange Airbus A350-1000 von Qatar Airways.

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Danach wurde es Zeit, mich auf den Weg zu Terminal 5 zu machen. Allerdings nicht mehr zum Spotten, sondern um nach Hause zu fliegen. Es war ein super Tag in London!

Wieder mit einem Airbus A319 startete ich pünktlich um 20:15 Uhr in Richtung Basel.

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Links

LHR 05.05.2018 – Bericht von meinem One-Day-Trip nach London.

LHR 2017 – Bericht von meinem ersten Besuch, bei dem ich auch im Renaissance London Heathrow übernachtet habe.

Ich möchte euch noch ein paar Spotter-Accounts von LHR Spottern auf Instagram empfehlen, welche ich an diesem Tag getroffen habe:

egll_spotter
londonplanespotters
avgeekaviation
city.aviator
the_planeman
avlhr

LHR 05.05.2018

London Heathrow! Das Paradies für alle, welche gerne grosse Flugzeuge haben. Ziemlich viele Fluggesellschaften fliegen LHR mit Heavys an. Am Samstag, 5. Mai ging es für mich und meinen Bruder nach London! Ich habe ihn mitgenommen zu einem meiner One-Day-Trips. So wie ich es schon mal mit Wien und Amsterdam gemacht habe, wollte ich es jetzt mit London testen. Am selben Tag hin und zurück.

Bei British Airways haben wir einen günstigen Flug gefunden. Ab Basel ging es kurz vor dem Mittag nach London. Der Flug mit dem A319 (G-EUOC) war sehr ruhig. Die britische Hauptstadt begrüsste uns mit absolut wolkenfreiem Himmel.

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Das einzige was uns einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht hat, war der Wind! Denn wir haben ursprünglich damit gerechnet, dass wir den Nachmittag an der Myrtle Avenue verbringen können. Aber schon ein paar Tage vorher hat es sich abgezeichnet, dass der Wind am Samstag von Osten nach Westen bläst. Deshalb wurde das „Easterly“-Konzept eingesetzt. Dabei wird den ganzen Tag auf dem Runway 09L gelandet und auf 09R gestartet.


Pistenbenutzung in London Heathrow

Wind von Osten – „Easterly“

Ganzer Tag Landungen auf 09L und Starts auf 09R. Die besten Spots um landende Maschinen zu fotografieren, befinden sich in der Umgebung von Terminal 5.

Wind von Westen – „Westerly“

Immer um 15 Uhr werden die Lande- und Startpiste gewechselt. Und jede Woche wechselt das Ganze. Die eine Woche wird bis 15 Uhr auf 27L gelandet und 27R gestartet. Um 15 Uhr wird dann gewechselt. Die nächste Woche wird vor 15.00 Uhr auf 27R gelandet und 27L gestartet.

Auf der Seite Heathrow Noise gibt es alle Informationen zur Pistenbenutzung.

Auf Twitter hält euch @HeathrowNoise immer auf dem aktuellen Stand, wie gerade gelandet und gestartet wird.


Als wir in London angekommen sind, haben wir uns mit Verpflegung eingedeckt. Im obersten Stockwerk des Terminal 5, haben wir das Gebäude verlassen und standen schon am besten Spot, um die Landungen auf 09L zu fotografieren.

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In London Heathrow sieht man viele exotische Airlines, aber natürlich auch die ganze Flotte von British Airways. Die geht vom Embraer bis zur Boeing 747 und Airbus A380.

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Neben British Airways gibt es noch eine weitere Airline, an der man kaum vorbei kommt. Und das möchte man auch nicht! Ich meine Virgin Atlantic. Eine interessante Airline, denn sie betreiben nur Heavys.

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Ja richtig gesehen, wir haben nicht nur landende Flugzeuge fotografiert, sondern auch Starts auf 09R. Dies ebenfalls von Terminal 5 aus. Dazu sind wir mit dem äusseren Lift, von der obersten Etage, um einen Stock weiter runter ins Parkhaus gefahren. Man kann von dort die Landenden und die Startenden fotografieren.

Klingt perfekt, hat aber seine Haken: Die Starts auf 09R muss man durch einen Zaun fotografieren und es ist schwierig, dass nichts vor dem Flugzeug ist (andere Flugzeuge oder Lampen). Und die Starts sind etwas weiter weg als von dort, wo wir am Anfang waren. Bei diesem wunderbaren Wetter tritt dann auf eine grössere Entfernung Hitzeflimmern auf.

Die brandneue „Year of Zayed“ Bemalung von Etihad konnte ich nur mit einer Lampe vorne dran aufnehmen.

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Hier ein paar Eindrücke von den 09L Landungen:

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Mein absolutes Highlight des Tages war der Malaysia Airbus A350. Er stand zuoberst auf meiner Wunschliste, von den Flugzeugen, welche ich unbedingt sehen wollte.

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Zwischen den ganzen Passagiermaschinen, kam auch der eine oder andere Cargo vorbei.

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Wir entschieden uns, noch eine Runde um den Flughafen zu drehen. So sind wir mit dem Bus via Terminal 4 bis Hatton Cross gefahren. Dank der „Free Travel Zone“ kann man die  meisten öffentlichen Verkehrsmittel rund um den Flughafen gratis verwenden. Von Hatton Cross sind wir zur Myrtle Avenue gelaufen, damit mein Bruder diese auch mal sieht. Es hatte trotzdem ein paar Spotter dort, welche die Starts von 09R fotografierten. Hoffentlich klappt es nächstes mal wieder mit einem Nachmittag an diesem wunderbaren Spot.

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Danach sind wir mit dem Bus nach „Heathrow Central“ gefahren und von dort mit der U-Bahn zu Terminal 5. Dort sind wir nochmals zum Spot auf der obersten Etage gegangen und haben die letzten Minuten in London genossen.

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Danach ging es durch die Sicherheitskontrolle. Dahinter gab es dann noch etwas zu Essen, bevor wir um 20.15 Uhr wieder mit einem A319 (G-EUPK) nach Hause geflogen sind.

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Es war ein super Tag, an diesem riesigen Flughafen. Und es war ganz sicher nicht mein letzter Besuch!

Alle Tipps zum Spotten in London Heathrow gibt es auf Spotterguide.net -> Zum Spotterguide von LHR

Weitere Berichte

Im Sommer 2017 war ich das erste Mal in London zum Spotten. Hier geht’s zum Bericht.

One-Day-Trips habe ich vorher schon zwei mal gemacht, allerdings gibt es nur einen Bericht zu dem nach Wien.

Im Fokus: TC-ACR

Nach dem der erste Beitrag im neuen Format „im Fokus“ für viele gute Feedbacks gesorgt hat, möchte ich euch nicht mehr lange auf den zweiten warten lassen.

Mein heutiges Flugzeug im Fokus trägt die Registration TC-ACR. Nach dem wir letztes mal einen Airbus hatten, ist es dieses mal eine Boeing. Genau genommen eine Boeing 747-400F. Also dieses Mal eine Cargo-Maschine.

Eine Boeing 747-400F hat eine Länge von 71 Metern, das sind fast zwei Airbus A320 hintereinander.

Die TC-ACR wurde 2002 ausgeliefert und ist jetzt 15 Jahre alt. Ausgeliefert wurde sie an Air France. Für die französische Airline war sie 13 Jahre lang unterwegs. Seit 2015 ist sie für die Saudia Arabian Airlines als Saudia Cargo unterwegs. Sie ist aber nur geleast, denn offiziell gehört sie der türkischen My Cargo Airlines. Deshalb auch die türkische Registration (TC).

Leider kann unsere heutige Maschine aktuell nicht unterwegs sein, da sie am 11. November 2017 verunglückt ist. Sie sollte an diesem Tag im November als Flug SV916 von Maastricht nach Jeddah fliegen. Die Piloten beschleunigten zum Start, brachen diesen aber wegen Problemen mit einem Triebwerk ab. Die Boeing 747 rollte zu weit und über den Pistenrand hinaus. Die Maschine blieb mit allen Rädern im Gras stecken. Seither steht die Maschine immer noch in Maastricht.

Zwei Monate bevor die Boeing 747 über den Pistenrand rollte, habe ich sie in Amsterdam gesehen. Am 6. September 2017 war ich auf der Heimreise von Oslo. Wegen der Verspätung von meinem Flug von Oslo nach Amsterdam, habe ich den Anschluss verpasst. Die Wartezeit verbrachte ich auf der „Panorama Terrace“.

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Zum letzten Beitrag:
Im Fokus: EI-DEF

Air Force One!

Wow, dieser Titel ist sowas von unkreativ. Mir wären tausend andere Titel für diesen Tag am Flughafen Zürich eingefallen. Aber genau dieser Titel, der dieses Flugzeug beschreibt, ist trotz der fehlenden Kreativität absolut treffend. Denn genau wegen dieser Air Force One pilgerten hunderte Planespotter und Schaulustige an den Flughafen Zürich.

Wenn ich euch hier von diesem 25. Januar 2018 berichte, dann möchte ich ganz vorne anfangen. Bei diesem übertriebenen Medienrummel. Man kann davon ausgehen, dass am WEF gar nicht so viel interessantes passiert. Oder man könnte es meinen. Jedesmal während dem WEF, werden die Schweizer Zeitungen zu Planespottern und Aviatikexperten. Statt zu berichten, was da unsere wichtigen Personen in der Politik erzählen, machen sie einen grösseren Rummel um die Flugbewegungen. Das wäre ja nicht so schlimm, wenn die Medien nicht immer übertreiben und teilweise falsche Informationen verbreiten. So wurde von einem gesperrten Heligrill und einer möglichen Sperrzone um das Pistenende gesprochen. Ach ja, es könnte auch Strassensperren und Kontrollen geben.

Okay, so weit so gut. Es war Mittwoch Abend und ich musste mir langsam meinen eigenen Plan erstellen. Wo und wie möchte ich versuchen die Air Force One zu fotografieren. In der Zwischenzeit war klar, dass der Heligrill gar nicht gesperrt werden soll. Aber für mich war das Pistenende sowieso der attraktivere Spot. Ich wollte die Air Force One fotografieren und nicht die Lampen des Flughafens oder die im Blickfeld abgestellten Privatjets. So plante ich mit einer sehr frühen Abfahrt nach Zürich.

Donnerstag, ca. 6:00 Uhr. Ich mache mich auf den Weg nach Zürich. Auf einer gut gefüllten Autobahn, bin ich gut durchgekommen und war kurz nach 7 Uhr in Zürich. Ich parkte mein Auto am Pistenende und war ganz schön erstaunt wieviele Autos schon da waren. (Das ist der Moment wo ich erwähnen muss, dass da keine Strassensperren und auch keine Kontrollen waren, wie es eine gewisse Zeitung vorhersagte).

Mit dem ersten Foto in diesem Beitrag, möchte ich gleich zeigen, dass sich ein früher Besuch am Flughafen immer lohnt. Auch wenn keine Air Force One kommt. Die frühen Morgenstunden sind meine Lieblingszeit am Flughafen.

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Dieses Foto zeigt die Boeing 737 PH-BXF von KLM. Der Sonnenaufgang war spektakulär.

Um die aufgehende Sonne hinter mir zu haben, machte ich mich auf den Weg zur anderen Seite am Pistenende. Dort standen auch schon viele Spotter, welche man so vom sehen her kennt. Da wusste ich, ich bin am richtigen Platz.

Um uns die Wartezeit zu verkürzen, zeigte sich auch noch eine ehemalige Air Berlin Maschine. Die Boeing 737 war für Eurowings unterwegs.

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Es war nicht gerade warm, aber man konnte es aushalten. Die vorhersagen zur Ankunft der Air Force One wurden immer genauer. Aber die Amerikaner haben sich ja schön gesteigert. Zuerst ging es mal klein los. Die erste Maschine war eine Boeing C-40, welche auf einer Boeing 737 basiert.

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Die Parkplätze waren nun ziemlich gefüllt. Die Feldwege und Felder belegt von Planespottern. Die nächste Maschine aus Amerika war im Anflug. Eine Nummer grösser. Dieses mal die Boeing C-32A, mit der Registration 25-0118. (Basiert auf einer Boeing 757).

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Jetzt wurden wir langsam nervös. Es sollte noch rund 15 Minuten dauern, bis die Air Force One im Endanflug ist. Und dann ging es los! Hinter den Bäumen erschien die Air Force One! Die Maschine, welche seit 18 Jahren nicht mehr in Zürich zu sehen war. Die Maschine, welche so viel Wirbel in den letzten Tagen verursacht hat und so viel Vorfreude bei den Spottern.

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Eine Tonaufnahme der auslösenden Kameras wäre sicher interessant gewesen.

Die korrekte Bezeichnung ist Boeing VC-25A, mit der Registration 92-9000. Und an Board der amerikanische Präsident, deshalb das korrekte und berühmte Rufzeichen AIR FORCE ONE.

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Danach wollte ich noch beim Heligrill vorbeischauen, um zu prüfen ob man von dort vielleicht noch einen guten Blick auf die abgestellte Maschine hat. Leider war das nicht Fall.

Nach dem ich diesen Beitrag ziemlich kritisch gegenüber den Medien begonnen habe, so möchte ich ihn auch mit dem Thema Medien beenden. Denn als ich mich auf den Heimweg machen wollte, wurde ich noch von einem Reporter von Tele Züri aufgehalten. Er würde mir gerne ein paar Fragen stellen, wie ich die Landung der Air Force One erlebt habe. Es wurde nur eine ganz kurze Szene daraus in den News von Tele Züri und Tele M1 gezeigt. Dafür mit einer Kernaussage, welche für alle Spotter am WEF zählt. Auf Hochdeutsch übersetzt:

„Es ging mir absolut um das Flugzeug, es hätte auch leer kommen können, dass wäre mir egal!“

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Zum Beitrag von Tele Züri.

Während ich diesen Bericht verfasst habe, machte sich die Air Force One wieder auf den Weg nach Amerika. Danke für dieses unglaubliche Erlebnis und bis bald!