Roadtrip 2016 – Reisebericht

Das ist der komplette Reisebericht von unserem Roadtrip im Juli 2016.
Zur Vorgeschichte und Planung gibt es hier einen separaten Beitrag.

Tag 1 – Erste Etappe bis Schwerin

Früh morgens ging es los. Abfahrt in Reinach. An der ersten Tankstelle haben wir einen Stop eingelegt um ein kleines Frühstück einzunehmen und gleich voll zu tanken. Kurz vor Freiburg war die Autobahn gesperrt wegen einem Unfall. Wir mussten eine Umleitung fahren und verloren viel Zeit. Danach sind wir gut weitergekommen. Zumindest bis Hamburg. Dort kamen wir in den Feierabendverkehr und standen lange im Stau. Um 19.50 Uhr sind wir in Schwerin angekommen. Nach kurzem Stop im Hotel sind wir gleich noch in die Stadt und zum Schloss gefahren. Das Hotel hat seinen Zweck als Übernachtungsmöglichkeit für eine Nacht erfüllt, mehr auch nicht. Wir haben ca. 40 Franken für das Zimmer bezahlt, darum ganz okay.
Strecke: Reinach – Schwerin / 926 Km
Übernachtung: Ibis Budget Schwerin Süd

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Tag 2 – Von Schwerin auf die Insel!

Wir haben ausgecheckt und sind in die Stadt gefahren um dort etwas zu Frühstücken. Ich habe ein Frühstücksmenü mit Crossaint gewählt. Wir haben alles bekommen nur mein Crossaint nicht. Ich dachte schon, sie hätten es vergessen. Aber dann kam es doch noch und zwar frisch gebacken! „Café Prag“ war ein passender Name, da ja Prag auch noch eine geplante Station auf unserem Roadtrip sein sollte. Danach ging es mit riesiger Vorfreude und einer staufreien Fahrt auf die Insel Rügen. Wir fuhren zuerst nach Binz. Dort haben wir einen kleinen Spaziergang an der Strandpromenade gemacht. Wir sind ohne Mittag direkt zu Kaffee und Kuchen übergegangen. Anschliessend konnten wir ab 16 Uhr unsere Ferienwohnung in Seedorf beziehen. Danach gingen wir erst mal in Sellin einkaufen. Und wenn wir schon in Sellin sind, dann gingen wir auch noch zur berühmten Seebrücke. Dort haben wir auch gegessen.
Strecke: Schwerin – Seedorf / 228 Km
Übernachtung: Ferienwohnung „Am Neuensiener See“

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Tag 3 – Kap Arkona

Den ersten vollen Tag auf Rügen nutzten wir um zum Kap Arkona zu fahren. Mit seinen Leuchttürmen und der Steilküste einer der schönsten Orte auf Rügen. Leider spielte das Wetter nicht so mit. Zuerst gingen wir noch im Meer baden, aber später begann es leicht zu Regnen. Wir waren bis am Nachmittag dort und haben bei der Rückfahrt im Restaurant Rasender Roland in Binz Kaffee und Kuchen genossen. Die Fahrt ging weiter bis nach Gören. Da die letzten Tage immer ein starker Wind ging, kamen wir auf die Idee uns einen Drachen zu kaufen. Das haben wir dann auch gemacht und sind mit diesen im Gepäck zum Hafen von Gager gefahren.

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Tag 4 – Dorftour

Dieser Tag war der wärmste auf Rügen. Wir sind in den Süden der Insel gefahren. Und zwar nach Klein Zicker. Dort haben wir einen Spaziergang durch die schöne Natur Rügens gemacht. Danach sind wir kreuz und quer herumgefahren. Alt Redevitz, Gager, Sellin, Neu Redevitz…

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Tag 5 – Von Seedorf nach Leba

Wir mussten um 10 Uhr unsere Ferienwohnung abgeben. Somit war der Moment gekommen, ab dem wir keine gebuchte Unterkunft mehr hatten. Und gleichzeitig auch der Moment in dem wir von der Insel Rügen aufbrachen. Wir sind mit der Fähre von Rügen runter und wollten möglichst der Ostsee entlang fahren. Darum führte unser Weg über die Insel Usedom und nochmals über eine Fähre. Nun war Polnischer Fahrstil angesagt. Der ist etwas zügiger und es wird sehr gerne überholt. Wir entschieden uns bis nach Leba zu fahren. Leba ist bekannt für seine Dünen (Hier geht’s zum Wikipedia Artikel). Es war die einzige Strecke, bei der ich nachträglich sagen kann, dass wir uns da extrem verschätzt haben. Wir waren den ganzen Tag unterwegs. In Leba haben wir kein Hotel mehr gefunden. Schlussendlich haben wir unser Auto auf einen spottbilligen Campingplatz gestellt und im Auto geschlafen.
Strecke: Seedorf – Leba
Übernachtung: Campingplatz – Im Auto

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Tag 6 – Von Leba nach Danzig

Es war früh hell, darum waren wir auch früh wach. Wir sind um ca. 10 Uhr los  gelaufen in Richtung der Dünen. Der Strand in und um Leba ist wunderschön. Man muss nur ein paar Minuten laufen und schon hätte man den ganzen Strand für sich alleine, während sich viele direkt bei der Stadt tummelten. Die Dünen waren ein riesen Erlebnis. Wir fühlten uns wie in der Wüste, nur dass man am Horizont das Meer sehen konnte.
Nach dem Mittag ging es für uns weiter bis nach Danzig. Dort haben wir uns ein sehr schönes Appartement gegönnt. Es kostete 400 Zloty, das sind ca. 100 Franken.
Strecke: Leba – Danzig
Übernachtung: Apartments Szafarnia Danzig

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Tag 7 – Von Danzig nach Warschau

Nach einem gemütlichen Frühstück ging es los. Wir haben noch von unserer Unterkunft aus, eine neue für in Warschau gebucht. Nun hiess das nächste Ziel Polens Hauptstadt Warschau! Wir wählten die Strecke via Osterode. Das sah auf der Karte direkter aus. Dabei gab es nur ein Problem. Oder es gab es eben nicht. Und zwar die Autobahn gab es nicht… Wir fuhren sehr lange der Baustelle entlang, wo gerade die Autobahn am entstehen war. Nach 5 Stunden fahrt haben wir Warschau erreicht. Am Abend haben wir noch eine Runde durch Warschau gemacht.
Strecke: Danzig – Warschau / 343 Km
Übernachtung: Appartement
Leider weiss ich den Namen nicht mehr, es war ganz okay. Sehr günstig und direkt im Zentrum. Keine 5 Minuten zum Kulturpalast.

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Tag 8 – Warschau

Wir haben Warschau erkundet. Wenn man dem Apple Health App glauben darf, haben wir über 20 Kilometer zu Fuss gemacht. Zuerst ging es in die wunderschöne Altstadt und später wieder zurück ins moderne Zentrum. Mit dem Lift ging es in das 30. Stockwerk des Kulturpalasts – zur Aussichtsterasse. Von dieser hatten wir einen atemberaubenden Blick auf die polnische Hauptstadt.
An diesem Tag geschah etwas schlimmes. Und zwar das Attentat in einem Münchner Shopping Center. Deshalb haben wir zu dem Zeitpunkt entschieden München aus unserer Route zu streichen.

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Tag 9 – von Warschau nach Breslau

Ab Warschau haben wir begonnen, am einen Tag für den nächsten, die Unterkunft zu buchen. Über gut ausgebaute Autobahnen ging es in ca. 3,5 Stunden nach Breslau. Nach dem Bezug unseres Hotelzimmers sind wir direkt in die Altstadt von Breslau gefahren. Breslau ist bekannt für seine Heinzelmännchen (siehe Foto) und wurde 2016 zur Kulturhauptstadt gewählt. Breslau war eigentlich nur ein Zwischenstop, um die Strecke Warschau – Prag zu unterteilen.
Strecke: Warschau – Breslau / 329 Km
Übernachtung: Haston City Hotel Breslau (ca. 79 Fr. für Doppelzimmer mit Parkplatz)

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Tag 10 – Von Breslau nach Prag

Von Polen weiter nach Tschechien. In ca. 4 Stunden von Breslau nach Prag. Dort haben wir uns für die nächsten zwei Nächte ein gutes 5 Stern Hotel gegönnt. Nach dem Einchecken sind wir gleich los in die Altstadt und in Richtung der berühmten Karlsbrücke.
Strecke: Breslau – Prag / 329 Km
Hotel: Art Deco Imperial Hotel Prag
Kann das Hotel sehr empfehlen. Man fühlt sich wie im Palast. Sehr nahe an der Altstadt.

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Tag 11 – Prag

Ab jetzt war fertig mit bewölktem Himmel, jetzt wurde es heiss. Das nicht ganz perfekte Wetter war eigentlich für unsere Fahrten sehr angenehm. In Prag werden überall Schiffsfahrten angeboten, wir haben bei einem kleinen Schiff (siehe Foto) gedealt, dass sie uns nur ein Stück mitnehmen statt einer Rundfahrt. Danach sind wir in tschechischer Hitze zum Veitsdom hoch gelaufen. Von dort hatte man einen wunderbaren Blick auf die Stadt. Später haben wir den Nachmittag an der Moldau genossen.

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Tag 12 – Von Prag nach Wien

Es war jetzt schon beeindruckend, wenn wir dachten, was wir alles in den letzten Tagen erlebt haben. Die Natur Rügens, Städte wie Warschau und Prag… Und jetzt sollte es weiter gehen nach Wien. Am späten Nachmittag sind wir in der Hauptstadt Österreichs eingefahren. Wir haben ein spezielles Hotel gewählt. Und zwar das Magdas Hotel. Das Hotel schreibt selbst auf seiner Homepage: „Sie werden bald merken – irgendwas ist anders hier. magdas HOTEL ist frecher, weltoffener, couragierter. Kurzum: lässig, wie man in Wien sagen würde.“ Wer mehr erfahren will, kann hier lesen.
Das Hotel liegt sehr nah am Prater. Deshalb waren wir nach dem Einchecken auf dem Prater! Und zwar im Schweizerhaus zum Schnitzel essen. Danach sind wir mit der U-Bahn ins Zentrum gefahren. Es war das erste Mal auf unserer Reise, dass wir Öffentliche Verkehrmittel benutzt haben.
Strecke: Prag – Wien / 334 Km
Übernachtung: Magdas Hotel

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Tag 13 – Wien

Wir hatten noch keine unserer flexiblen Tage eingebaut, da unsere Zeitplanung bisher perfekt war. Für Wien hatten wir noch eine Nacht gebucht. Da wir aber München gestrichen haben, haben wir im Magdas Hotel gleich eine weitere Nacht angehängt. Da jetzt die Sonne extrem runter brannte und es nicht mehr so angenehm war, sich die Stadt anzuschauen, haben wir entschieden am 16. Tag die Rückfahrt anzutreten.

Wir sind mit der U1 vom Praterstern ins Zentrum gefahren und haben das ganze Gebiet um die Hofburg und das Museumsquartier erkundet. Später haben wir in Wien Fahrräder gemietet und die Stadt so erkundet. Alle Infos zu Citybike Wien gibts hier. Weiter stand der Besuch des Cafe Phil und nochmals ein Spaziergang über den Prater auf dem Programm. Spät Abends sind wir noch über den schon geschlossenen Naschmarkt gelaufen und sind mit der letzten U-Bahn zurück gefahren. Es war Mittwoch und unter der Woche fährt die U-Bahn nicht durchgehend, darum hätten wir es fast verpasst nach Hause zu kommen 😉

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Tag 14 – Wien

Begonnen hat der Tag mit Frühstück im Cafe Korb. Weil man dort 24 Stunden Frühstück bekommt. Danach fuhren wir zum Schloss Schönbrunn. Bei grösster Hitze haben wir das Areal erkundet. Später ging es wieder mit den Citybikes durch die Stadt. Unter anderem zum Hundertwasser Haus.

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Tag 15 – Shoppen und Essen in Wien

Auf Grund der Hitze haben wir einen gemütlichen Tag gemacht. Die meiste Zeit haben wir im Shopping Center „Donau Zentrum“ verbracht. Zum Nachtessen waren wir im Zwölf Apostelkeller. Dieser wurde uns empfohlen und ich kann ihn euch jetzt nur weiter empfehlen! Der Keller ist ein richtig traditionelles Wiener Restaurant. Man versteht als Nicht-Wiener nicht alles auf der Karte, aber man darf gerne Fragen.

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Tag 16 – Heimreise

Tag der Heimreise! Ausgecheckt und schon ging es los. Eine lange Fahrt stand uns bevor. Wir haben München zwar gestrichen, unsere Heimfahrt führte uns trotzdem noch an der bayrischen Bundeshauptstadt vorbei. Wir standen vor München sehr lange im Stau. Und als wir über den Schweizer Zoll fuhren, wurden wir zuerst gründlich kontrolliert.
Strecke: Wien – Reinach / 830 Km

16-01Auch vor der Grenze Österreich-Deutschland war Geduld gefragt…

Lieber mit dem Flugzeug in die Ferien? Dann sieh dir hier meinen Reisebericht von Bali 2017 an.

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